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Die Säulen des achtsamen Essens

Im Hier und Jetzt bleiben

kaum sitzen wir irgendwo in Ruhe fängt unser Geist schon an, zu wandern. Das gilt auch für unsere Mahlzeiten. Wir grübeln beim Kauen über Vergangenes und planen den weiteren Tag. Achtsam Essen bedeutet, dass wir diese Abschweifungen warnehmen und so in die Gegenwart und in dem Fall auch mit den Gedanken zu unserer Mahlzeit zurückkehren. Mit einfachen Achtsamkeitstechniken können Sie lernen, Ihre Aufmerksamkeit in den gegenwärtigen Moment zu lenken.

Bei der Sache sein

Wir nehmen unsere Mahlzeiten und auch kleine Snacks gerne nebenbei ein und nutzen die scheinbar verschwendete Zeit mit Fernsehen, Smartphone oder Unterhaltung. Gegen ein nettes Gespräch bei Tisch ist natürlich nichts einzuwenden. Gleichzeitig erschwert es uns, unsere Sättigung warzunehmen und wie uns die Mahllzeit bekommt. Es reicht, einfach jede Ablenkung zur Seite zu legen und die Zeit des Essen nur zum Essen zu nutzen. Klingt langweilig? Dann ist vielleicht ihr Essen langweilig...

Geschmack und Genuss

Der Grund warum wir beim Essen bei der Sache bleiben sollen, ist, dass wir nur dann wirklich schmecken, was wir essen. Wenn wir bewusst erleben, wie ein Essen schmeckt, sind wir schneller satt. Oder wir stellen fest, dass uns etwas eigentlich gar nicht besonders schmeckt. Lassen wir uns davon leiten, ob wir einen Bissen genießen können, wählen wir intuitiv die richtige Menge und treffen die richtige Auswahl.

Körperintelligenz

Zwischen unserem Gehirn und den Nervenzellen, die unseren Verdauungsapparet umgeben, besteht eine "Standleitung". So kommt es, dass es uns beim Gedanken an Unangenehmes schlecht wird oder wir bei bei Angst "Schiss" haben, also Durchfall bekommen. Andersherum bekommt auch das Gehirn ständig Informationen, welche Stoffe unsere Nahrung liefert und wie diese geschmeckt hat. Daraus ergibt sich unser Appetit. Haben wir genug von bestimmten Inhaltsstoffen, verlieren wir den Appetit auf bestimmte Speisen und bekommen Lust auf Speisen mit Stoffen, die wir brauchen.

Ernährungswissen

Für eine ausgewogene und genussreiche Ernährung reicht es eigentlich ,zu wissen, was uns schmeckt und eben das zu essen. Gleichzeitig ist es gut zu wissen, wie unser natürlicher Appetit ausgetrickst werden kann. Die Lebensmittelindustrie tut mit Zusatzstoffen und Werbung alles, um uns ihre Produkte schmackhaft zu machen. Wer die Tricks kennt, lässt sich nicht so leicht verführen.

Urteile hinterfagen

"Ich bin zu dick", "das sollte ich nicht essen", "ich habe einfach zu wenig Disziplin", "das ist gesund", das sind Sätze die wir uns so oft vorsagen, bis wir sie fraglos glauben. Wer achtsam isst, überprüft seine Urteile über sich selbst und übers Essen und kommt vielleicht zu ganz überraschenden Ergebnissen. Ohne konkrete Anleitung ist es anfangs oft schwer, Urteile als solch zu erkennen, wir halten sie für unumstößliche Wahrheiten.

Gefühle und Bedürfnisse warnehmen

Gerade unangenehme Gefühle wollen wir lieber weghaben und mögen uns instinktiv nicht damit beschäftigen. Nicht selten werden sie im wörtlichen Sinne runtergeschluckt, mit etwas zu Essen. So verschwimmt die Warnehmung von körperlichem Hunger und anderen Bedürfnissen, die eigentlich mit Essen nichts zu tun haben. Achtsame esser geben ihren Gefühlen Raum und erforschen ihre Bedürfnisse. So reduzieren wir Frustessen oder Essen aus Langweile.

Selbstempathie

Wenn wir es nicht schaffen, so zu essen, wie wir es für richtig halten, sind Selbstvorwürfe vorprogrammiert. Wir beschimpfen uns innerlich und festigen weitere negative Urteile über uns selbst. So nehmen wir uns zusätzlich Energie für unsere Vorhaben. Wenn wir wirklich etwas in unserem Leben verändern wollen, sollten wir freundlich und verzeihend mit uns selbst umgehen, gerade wenn wir scheitern. Der Weg aus der Selbstanklage erfordert etwas Mut und Übung. Gleichzeitig nimmt er viel Druck, gerade aus dem Thema Essen und Ernährung.

Mehr Informationen über die Anwendung von Achtsamkeit beim Essen finden Sie in den FAQ.

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