
Wir treffen uns für ein Erstgespräch in Präsenz in München. In ca. 90 Minuten mache ich mir ein umfassendes Bild von deiner Situation und erkläre dir, mit welchen Ideen und Techniken wir von da weiterarbeiten können.

Ich plane mit dir meistens eine Sitzung pro Woche mit kleinen Übungen oder Aufgaben zwischen den Sitzungen. Die Sitzungen können in Präsenz oder online (Videokonferenz) stattfinden.
Mich fasziniert an der körperbezogenen Arbeit, wie viel sich verändern kann, ohne dass wir alles verstehen oder erklären müssen. Allein indem wir die Aufmerksamkeit behutsam auf das richten, was sich im Körper zeigt, kommen oft Prozesse in Bewegung. Nicht jeder Körper fühlt sich sofort sicher an – deshalb entsteht dieser Zugang langsam, achtsam und ohne Druck. Über die Wahrnehmung des Körpers vertieft sich auch der Kontakt zu Gefühlen und Bedürfnissen. Viele erleben das als überraschend sanft und zugleich sehr wirksam.
Ich arbeite systemisch, weil diese Perspektive innere Prozesse auf eine sehr zugängliche und klare Weise sichtbar macht. Innere Anteile lassen sich wie eine innere Familie verstehen – mit unterschiedlichen Bedürfnissen, Überzeugungen und Schutzstrategien. Diese Arbeit eignet sich besonders für Menschen, denen der Körperzugang schwerfällt oder die sich eher über innere Bilder und Vorstellungen orientieren. Über diese innere Strukturierung kann schnell mehr Selbstverbindung entstehen, neue Sichtweisen werden möglich und festgefahrene Muster beginnen sich zu lösen.
Regulationsorientiert zu arbeiten bedeutet für mich, dem Menschen nicht allein zu lassen mit dem, was sich zeigt. Präsenz, Wohlwollen und Parteilichkeit sind dabei zentral. Die therapeutische Beziehung bietet einen sicheren Raum, in dem Gefühle gehalten werden können, die sonst schwer auszuhalten sind. Ressourcen zu entdecken und zu stärken ist ein wesentlicher Teil dieser Arbeit. Mit wachsender Selbstwahrnehmung und Selbstwirksamkeit wird es leichter, sich selbst zu regulieren, weniger reaktiv zu sein und im eigenen Leben wieder mehr Freiheit zu erleben.
Ich bin Julia.
Heute arbeite ich als Heilpraktikerin für Psychotherapie. Angefangen habe ich allerdings aus einer anderen Richtung. Mein persönlicher und beruflicher Werdegang wurde von der Frage geprägt: Warum fühlt sich mein Körper wie ein Problem an, das kontrolliert werden muss?
Was als Suche nach Antworten im Bereich Ernährung begann, entwickelte sich über Achtsamkeit und Körperwahrnehmung weiter und führte mich schließlich zur traumasensiblen Arbeit mit dem Nervensystem und zur Psychotherapie.

Schon früh waren die Themen Essen, Figur und Gewicht in meinem Leben stark präsent. Da ich schon immer eine „Wahrheitssuchende“ bin, haben mich zunächst meine Fragen zur „richtigen Ernährung“ zum Studium der Ernährungswissenschaften geführt. Als Diplom-Ökotrophologin habe ich gelernt, wie fundiert, komplex und zugleich frustrierend begrenzt ernährungswissenschaftliche Antworten sein können, wenn es um das echte Erleben von Menschen geht.
Bald nach dem Studium habe ich promoviert und einen Doktortitel erworben. In dieser Zeit wurde mir immer deutlicher, dass mein eigentliches Interesse nicht allein der Ernährung galt, sondern dem Menschen hinter dem Verhalten. Fragen nach Gefühlen, inneren Konflikten und Stress beschäftigten mich zunehmend. Dabei entdeckte ich die Konzepte Achtsamkeit, Körperwahrnehmung und die Idee einer inneren Körperintelligenz. Sie waren für mich genau die Puzzleteile, die mir für das Verständnis von (Ess-)Verhalten noch gefehlt hatten.

Über zehn Jahre habe ich auf dieser Basis Vorträge gehalten, Seminare konzipiert und Menschen in Gruppen begleitet, während ich angestellt in der Erwachsenenbildung gearbeitet habe. In der Einzelarbeit mit Klient:innen zeigte sich jedoch immer wieder, dass hinter Ernährungsthemen häufig tiefere emotionale Prägungen, Bindungserfahrungen und ein dauerhaft überlastetes Nervensystem stehen.
Um diesen Prozessen gerecht zu werden, habe ich mich in neurosystemischer Integration® weitergebildet und schließlich die Heilpraktikerprüfung, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie, abgelegt. Ernährung und Essverhalten sind für mich weiterhin bedeutsame Themen, eingebettet in einen größeren Zusammenhang aus Emotionen, Bedürfnissen, Beziehungen und innerer Regulation.
Heute begleite ich Menschen mit ganz unterschiedlichen Anliegen, nicht nur (aber auch) mit ernährungsbezogenen Themen, die sich gut aus einer Nervensystemperspektive angehen lassen.
1980
geboren in Freising
2005
Abschluss als Diplom-Ökotrophologin an der TUM/Weihenstephan
2013
Abschluss der Promotion als Dr.rer.nat an der medizinischen Fakultät der FAU Erlangen/Nürnberg
Fachgebietsleiterin „Kochkultur und Ernährungswissen“ an der MVHS
Start der freiberufliche Tätigkeit als Referentin
Erscheinen erstes Buch: Minus-1-Diät - Das Kochbuch, Südwest
2014
Erscheinen zweites Buch: Dauerhaft schlank: Ernährung mit Liebe und Achtsamkeit, Systeme
2017
Geburt meiner Tochter
2021
Weiterbildung in Neurosystemischer Integration (NI)® nach Verena König
2025
Prüfung zur Heilpraktikerin beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie